Die 1. Liga – Wenn ein Spitzenmanager bei einem öffentlichen Auftritt wieder einmal unverschämt gut aussieht, hatte im Vorfeld nicht selten Sabina Wachtel, 46, ihre Finger im Spiel. Seit 2002 berät sie mit ihrer Firma ‚ManagerOutfit‘ ihre Kunden in Fragen rund um Stil und Auftreten. Wer jetzt an Farbberatung denkt, liegt jedoch falsch. Bei ihr geht es nicht nur darum, die passenden Schuhe zum Anzug oder stilvolle Manschettenknöpfe zu finden, sondern vielmehr um ein Gesamtkonzept ‚von Kopf bis Fuß‘.
ELLE City


Manager gut an- und rauskommen zu lassen, ist Sabina Wachtels eigentliche Profession. In Frankfurt sitzen ihr Unternehmen ExpertExecutive, in dem Führungskräfte in Rhetorik geschult werden, und ManagerOutfit, bei dem es um das perfekte Äußere im Business geht. „Farbberatung ist nicht das Thema“, betont die 47-Jährige. „Wir analysieren, in welcher Branche jemand tätig ist, welche Rolle er in seinem Job spielt, für welche Werte er steht. Und dann optimieren wir entsprechend das Outfit.“
Katrin Riebartsch, BUNTE


Ab dem 40. Geburtstag müssen Frauen unsichtbar sein. Das denken zumindest viele Damen dieses Alters. Yoga ist Pflicht und bunte Farben werden aus dem Kleiderschrank geschmissen? „Unsinn!“ sagt Autorin Sabina Wachtel (47) in ihrem neuen Buch „Goldschnitte – Für alle Frauen, die sich mit 40 plus noch nicht erschießen wollen“. Haare, Kosmetik, Schmuck, Kleidung: In BILD gibt die Styling-Expertin exklusiv elf Tipps für Frauen über 40 – ganz ohne Beigetöne und lange Hosen.
BILD+


Diese Frage grenzt an Tabubruch: „Von welchem Designer stammt Ihr Outfit?“ Manager und Mode – dazu hüllt sich die Führungselite in Schweigen. „Ein deutsches Phänomen“, weiß Sabina Wachtel. Die Gründerin von ManagerOutfit berät Chefs von Dax-Konzernen in Sachen Dresscode. Während es etwa in Italien auch im Beruf um die „bella figura“ geht, befürchteten deutsche Manager, „zu geschniegelt zu wirken“, sagt Wachtel. Selbstverständlich könne ein perfektes Äußeres nie Leistung ersetzen. Aber Leistung wird besser serviert, wenn jemand gut gekleidet ist.
Liane Borghard, Handelsblatt


Regeln machen das Leben leicht; ohne Regeln geht nichts oder wenigstens nichts so richtig gut. Und weil es eigentlich so einfach ist, und für jede gut organisierte Veranstaltung ein Dresscode vorgegeben wird, ist es ein Leichtes, dem Gastgeber und den übrigen Gästen das zu zollen: Respekt ist es nämlich, was hier gefragt ist. Und da haben wir auch schon den ersten Prüfstein im jetzt im April: Die PR Report Awards 2014 in Berlin.
Sabina Wachtel, PR Report


„Farb- und Stilberatung reichen nicht aus“, betont Sabina Wachtel. „Es geht um mehr als die richtige Garderobe.“ Am Anfang einer Zusammenarbeit sitze man über Bergen von Papier, um das Unternehmen, seine Visionen, die Werte sowie die Marke kennen zu lernen. Erst danach würden Dresscode und Stil festgelegt. Der Dresscode soll auf die wichtigsten Auftrittssituationen eingehen, die jeweiligen Zielgruppen ansprechen und der Marke gerecht werden. Es macht also einen großen Unterschied, ob der CEO an einem Mitarbeiter-Meeting im eigenen Unternehmen, vor der Fernsehkamera, vor Finanzanalysten, bei einem geselligen Event oder bei einem Foto-Shooting in Erscheinung tritt.
Hansjörg Wachta, BESTSELLER


Wachtels Firma bereitet vor allem Spitzenmanager der Wirtschaft auf öffentliche Auftritte vor, doch sie schult auch immer wieder Sportler, darunter Fußballnationalspieler. Namen nennt sie keine – Diskretion ist ein hohes Gut in dieser Branche. „Prominente Sportler erscheinen auf Galas, Empfängen und in Fernsehshows. Sie sind Personen des öffentlichen Lebens, und das endet nicht mehr samstags mit dem Abpfiff“ sagt Sabina Wachtel.
Tilmann P. Gangloff, Die Welt